Rasulbad - Rasul – ein orientalisches Reinigungsritual
Seinen Ursprung hat das Rasul - Rasulbad (auch als Rhassoulbad bekannt) im Orient.
Vor allem im Harem beschäftigte man sich Tag für Tag stundenlang mit der Körperpflege. Dabei entstanden Pflegeanwendungen, welche noch heute nicht zu übertreffen sind. Aufgrund seines Ursprungs ist es auch räumlich in diesem Ambiente gestaltet.
Ein Rasul beginnt immer damit, dass sich der Badende abduscht, abtrocknet und anschließend im wohltemperierten Rasul-Raum den kompletten Körper mit unterschiedlichen Pflegeschlämmen einreibt. Nach dem Auftragen und Antrocknen dieser Packung begibt sich der Badende in ein Dampfbad, dessen Luft mit ausgewählten und traditionell dazu verwendeten, duftenden Kräutern angereichert ist.
Bei Eintritt in das Rasulbad beträgt die Temperatur ca. 38°C. Im weiteren Verlauf steigt sie bis 50°C an. Auch die Luftfeuchtigkeit wird kontinuierlich erhöht bis auf 80%. Durch diesen sanften Anstieg wird der Kreislauf geschont.
Durch die sehr hohe Luftfeuchtigkeit verwandelt sich die Konsistenz des zwischenzeitlich angetrockneten Schlamms wieder zu einer cremigen Masse. Nun werden deren Wirkstoffe durch bestenfalls kreisende, massierende Bewegungen der Hände in die tieferen Schichten der Haut eingearbeitet. Durch diese intensive Behandlung wird die Durchblutung der Haut angeregt und es lösen sich zugleich die abgestorbenen Hautzellen. Danach wird der Pflegeschlamm abgeduscht und der Körper mit einem Handtuch trocken gerieben. Anschließend folgt noch ein sanftes Einreiben der Haut mit reichhaltigen Ölen. Beendet wird das Zeremoniell des traditionellen Rasulbades mit einer sich der Behandlung direkt anschließenden längeren Phase der Ruhe und Entspannung.
Durch dieses Pflegezeremoniell wird die Haut gepeelt und gefestigt. Der Stoffwechsel wird angeregt, die Entschlackung gefördert und das Hautbild spürbar verfeinert. Diese beruhigende und entspannende Behandlung ist eine wahre Wohltat für Körper und Seele.














